Ich mag meine Heimat - und meinen Dialekt ^^ Deswegen werd ich hier in diesen Bereich verschiedene Sachen packen, die damit zu tun haben... xD
Viel Spaß!
(Ich hoffe, auch die Nicht-Franken verstehn was ^^)
Hier erstmal zwei Gedichte:
Die "Übersetzungen" der Gedichte sind wie immer ohne Gewähr, ich habs einfach bestmöglich ins "Deutsche" übersetzt ^^
Wenn’s Frühjoahr kümmt
Wenn der Kozer ranzt,
mit sei Kätzlich danzt,
auf’n Tauwa-Schlooch,
hinnersch Scheuerdooch,
wenn die Guggusfraa
leecht ihr Gaggala
nei die frömma Nestlich
auf die Fichte-Ästlich,
wenn die Hosa danze
und die Waldawanze
troocha Stöggelich
für die Döggelich,
wenn auf Tannaschbitze
gaala Lichtlich blitza,
wenn die Babbeln schleiern
un die Finke heiern:
Na wird grüa der Wald,
na kümmt’s Frühjoahr bald!
Otto Schulz
"Deutsch":
Wenn das Frühjahr kommt
Wenn der Kater ranzt (auf Brautschau ist), mit seinen Kätchen tanzt, auf dem Taubenschlag, hinterm Scheunendach, Wenn die Kuckucksfrau legt ihre Eier in die fremden Nestchen auf den Fichtenästchen, Wenn die Hasen tanzen und die Ameisen tragen Stöckchen für die Eier, wenn auf Tannenspitzen helle Lichtlein blitzen, wenn die Pappeln schleiern und die Finken heiraten: Dann wird grüner der Wald, dann kommt das Frühjahr bald!
Borömm der Hätschekloeß nixmehr kümmt
Der "Hätschekloeß" ist vllt besser als "Knecht Rupprecht" bekannt...
Der Nikolaus hatscht mi’ n Hätschekloeß nein Wald.
`sis kaalt – un die zwee schdreide sich.
Der Hätschekloeß flucht fürchterlich:
„Mir könne uns änn obgelaatsch,
senn noos und sabbe durchn Maatsch
jeds Joahr dosselwich mit die Bammse!
Schdadd ordendlich se zu verwammse,
bringst du schoklad un solche Pförz!
Änner hot heut die Zung rausgschdreckt,
weil ich net nohaab döef bei dir.
Dos modern Zeuch mach ohne mir!
Die könne dauernd losdraufgsündich –
Niklaus – ich mooch nixmer – ich kündich!!“
Der Niklaus möcht a ganz ernst’s Gsicht –
Zwee Falte auf sei Stirn har gricht:
„Mein lieber Hätschekloeß“, sööcht har –
„dein Regiment es einmal war. –
Ich schreib mir auf, die Kindersünden
ins schwarze Buch
und such nach Gründen,
um Gutes dann in Gold zu binden.“
„In Gold?! Ich lach mich halb verreckt!
Die köern doch bloß in Sook neigschdeckt!“
Und schmeiißt die Kette rasselnd hie.
„Do drauf – do müssense sich knie –
un baat un flenn un schrei un zidder:
Niklaus – ich machs beschdimms net widder!
Wos söll ich mit mei ruede mach?
Festhall – mich hieschdell
un noch lach??
Nä Niklaus – ich gäh jetz in Rende
mach ner so zu – und wenn de
mit die gueds Gedu
net weiiter wässt, läss mich in Ruh!“
Der Hätschekloeß is nixmer komme,
hot sich im Wald a Fraa genomme,
hot Kinner gricht, ganz freche Bammse
und traud sich net, se zu verwammse,
jetz lässter jeds Joahr brov un fromm
dann guede Niklaus zu sich komm…
Cilli Pigor
Deutsch:
Warum Knecht Ruprecht nichtmehr kommt
Der Nikolaus und der Knecht Ruprecht laufen durch den Wald. Es ist kalt und die zwei streiten sich. Knecht Ruprecht flucht füchterlich: "Wir können uns einen ablaufen (ewig so weiterlaufen), sind nass und laufen durch den Matsch jedes Jahr dasselbe mit den verzogenen Kindern! Anstatt sie ordentlich zu schlagen bringst zu Schokoladen und solchen Kram! Eines hat heute die Zunge rausgestreckt, Weil ich nicht schlagen (runterhauen) darf bei dir. Diese modernen Sachen mach ohne mich! Die sündigen dauernd drauflos - Nikolaus - ich mag nichtmehr - ich kündige!!" Der Nikolaus macht ein ganz ernstes Gesicht - er bekommt zwei Falten auf seiner Stirn: "Mein lieber Knecht Ruprecht", sagt er - "dein Regiment es einmal war. – Ich schreib mir auf, die Kindersünden ins schwarze Buch und such nach Gründen, um Gutes dann in Gold zu binden.“ "In Gold?! Ich lach mich halb kaputt! Die gehören doch bloß in den Sack reingesteckt!" Und schmeißt die Kette rasselnd hin. "Da drauf - da müssen sie sich knien - und beten und weinen und schreien und zittern: Nikolaus - ich mach das bestimmt icht wieder! Was soll ich mit meiner Rute machen? Festhalten - mich hinstellen und noch lachen?? Nein, Nikolaus - ich gehe jetzt in Rente. Mach nur so weiter - und wenn du mit deinem guten Getue nicht weiter weißt, lass mich in Ruhe!"
Der Knecht Ruprecht ist nichtmehr gekommen, hat sich im Wald eine Frau genommen, hat Kinder bekommen, ganz freche verzogene Kinder und traut sich nicht, sie zu schlagen. Jetzt lässt er jedes Jahr brav und fromm den guten Nikolaus zu sich kommen...